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3D-Drucker Stromkosten: Was kostet eine Druckstunde?

·2 Min. Lesezeit

Ein typischer FDM-Drucker verbraucht 80–150 Watt und kostet 3–5 Cent pro Stunde an Strom. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Drucker und den Druckeinstellungen ab.

So viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker

FDM-Desktop-Drucker verbrauchen während des Drucks typischerweise 80–150 Watt. Das entspricht 0,08–0,15 kWh pro Stunde. Zum Vergleich: Eine LED-Lampe verbraucht ca. 10 W, ein Desktop-PC 200–400 W. Der Bambu Lab A1 Mini kommt mit 80 W aus, der Anycubic Kobra 2 zieht bis zu 150 W. Wichtig: Der angegebene Wert ist der Durchschnitt während des Drucks, nicht der Peak-Verbrauch beim Aufheizen.

Stromkosten-Berechnung mit Formel

Die Formel ist einfach: Stromkosten = Leistung (W) ÷ 1.000 × Druckzeit (h) × Strompreis (€/kWh). Beispiel: 100 W × 3 h ÷ 1.000 × 0,35 €/kWh = 0,105 €. Bei einem deutschen Durchschnittsstrompreis von 35 Cent pro kWh (Bundesnetzagentur, 2025) kostet eine Stunde Drucken mit einem 100-Watt-Drucker also 3,5 Cent. Auf 1.000 Druckstunden pro Jahr summiert sich das auf 35 €.

Stromkosten-Vergleich: Alle Drucker

Bambu Lab A1 Mini (80 W): 2,8 ct/h — 28 €/Jahr bei 1.000 h. Prusa MK4 (85 W): 3,0 ct/h — 30 €/Jahr. Bambu Lab A1 (95 W): 3,3 ct/h — 33 €/Jahr. Bambu Lab P1S (100 W): 3,5 ct/h — 35 €/Jahr. Creality Ender 3 V3 KE (110 W): 3,9 ct/h — 39 €/Jahr. Bambu Lab X1 Carbon (120 W): 4,2 ct/h — 42 €/Jahr. Anycubic Kobra 2 (150 W): 5,3 ct/h — 53 €/Jahr. Der Unterschied zwischen dem sparsamsten und dem hungrigsten Drucker beträgt knapp 25 € pro Jahr.

Strom messen statt schätzen

Die Hersteller-Angaben sind Richtwerte. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Drucktemperatur, Betttemperatur, Raumtemperatur und Druckgeschwindigkeit ab. Eine smarte Steckdose mit Energiemessung (z.B. TP-Link Tapo P110, ca. 15 €) misst den echten Verbrauch. So kannst du deine Kalkulation verfeinern und in unserem Kostenrechner den gemessenen Wert eingeben.

Fazit: Strom ist der kleinste Kostenfaktor

Mit 3–5 Cent pro Stunde ist Strom der geringste Anteil an den Gesamtkosten eines 3D-Drucks (typischerweise 5–15%). Material macht 50–70% aus, Verschleiß 15–30%. Trotzdem lohnt es sich, die echten Kosten zu kennen — besonders wenn du 3D-Drucke verkaufst und jeden Cent in deine Kalkulation einbeziehen musst.

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